BR - Johanna Holmström - Asphaltengel






REZENSIONSEXEMPLAR
Vielen Dank an vorablesen.de und den Ullstein Verlag!

Broschiert
Erscheint am: 12. September 2014
Verlag: Ullstein
ISBN: 978-3550080579
Seitenzahl: 400
Preis: 14,99€







"Das ganze Leben mussten wir uns anhören, dass alles, was uns zu Frauen macht, das Einzige, was wir wert sind, an diesem Häutchen hängt, und dass wir es in Form eines Schleiers auch auf dem Kopf tragen sollen. Ein Mädchen, das keinen Schleier trägt, kann nicht unberührt sein, denkt man, auch wenn man es nicht ausspricht."

Leila und ihre ältere Schwester Samira sind die Töchter einer finnischen Mutter und eines arabischen Vaters. Sie wachsen zwischen den Kulturen auf und das war eigentlich nie ein Problem für die beiden - bis ihre Mutter nicht nur pro forma wie alle "Ramadan-Muslime", wie sie sie nennt, der Religion ihres Mannes folgt, sondern sie sprichwörtlich päpstlicher als der Papst auslegt. Es dürfen keine Fotos mehr im Haus aufbewahrt werden, denn in einem Haus mit Bildern wird sich nie ein Engel zeigen. Es stehen regelmäßige Kleiderschrank-Razzien an, bei denen gnadenlos alles aussortiert wird, was zu knapp, zu eng anliegend, zu sexy sein könnte. Samira ist erwachsen, packt ihre Sachen und flüchtet vor diesem Wahnsinn in eine eigene Wohnung. Vater Farid schläft lieber bei einem Kumpel auf der Couch, anstatt sich beständig mit seiner Frau auseinanderzusetzen. Nur Leila, die gerade erst fünfzehn wird, kann nicht fliehen. Und so kommen zu den rassistischen Anfeindungen in der Schule auch noch nicht enden wollende Auseinandersetzungen mit ihrer Mutter über Freiheit, Kleidung, Ausgehen, eben alles, was einem Teenager in der Pubertät wichtig ist.
Eines Tages wird Samira schwer verletzt am Fuße der Treppe ihres Treppenhauses gefunden. Sie überlebt, liegt aber seitdem im Koma. Neben all den alltäglichen Schwierigkeiten verbringt Leila viel Zeit am Krankenbett ihrer Schwester - und fasst den Entschluss, herauszufinden was ihr wirklich widerfahren ist.

Heftig.
Das ist das erste, was mir nach Beendigung dieses Buches durch den Kopf geht. Man begleitet abwechselnd Samira in der Vergangenheit, von ihrem Auszug bis zu ihrem Unfall, und Leila in der Gegenwart, die versucht herauszufinden, ob ihre Schwester nur gestürzt ist oder möglicherweise gestoßen wurde. Beide haben auf ihre Art und Weise mit ihrer Herkunft zu kämpfen. Leila muss in der Schule wirklich krasse Anfeindungen über sich ergehen lassen, die auch weit über das verbale hinaus gehen. Samira rebelliert gegen die strengen Auflagen ihrer Mutter, wirft sich mit ihrer besten Freundin ins Partyleben, tut alles, was nach den Vorschriften ihrer Mutter verboten ist, und weiß am Ende doch nicht, ob es wirklich das ist, was sie will. Leilas und Samiras Mutter möchte, dass sie am liebsten nur mit anderen Muslimen Kontakt haben. Ihre Klassenkameraden oder auch einfach die Leute im Einkaufszentrum grenzen sie genau so aus, behandeln sie oftmals wie beschränkte Einwanderer, obwohl beide in Finnland geboren und aufgewachsen sind.
Ich weiß zu wenig über die religiöse Gesellschaft und gegebenenfalls daraus resultierende Konflikte, um mir ein Urteil darüber zu bilden inwieweit es tatsächlich so zu geht oder nicht. Aber Fakt ist, dass ich im Laufe dieses Buches mehrmals schlucken musste und mich gefragt habe: Wie würde ich damit umgehen, wenn meine Klassenkameraden mich derart mobben und schikanieren würden? Wenn meine Mutter mir dermaßen im Nacken gesessen hätte mit religiösen Ver- und Geboten in einer Zeit, die sowieso für jedes junge Mädchen unheimlich schwierig ist? Über all das haben aber weder Leila noch Samira den Kopf in den Sand gesteckt. Und das fand ich sehr bewundernswert. Man ist selten in einem Buch mit gleich zwei Protagonistinnen gesegnet, vor denen man wirklich irgendwie so etwas wie Respekt empfindet - auch wenn natürlich beide nicht immer einwandfrei moralisch handeln.
In jedem Fall hat mich das Buch zum Nachdenken gebracht und einen Nerv getroffen. Denn einmal Hand aufs Herz, wer von uns denkt nicht zumindest manchmal in diesen Gruppenbegriffen wie "die Christen", "die Muslime", "die Finnen", "die Araber" und so weiter von anderen Menschen? Da werden schnell alle über einen Kamm geschoren, oftmals gar nicht in böser Absicht, sondern unbewusst.
Johanna Holmström zeigt in ihrem Buch auf, wie schwierig das Leben zwischen den Kulturen wirklich sein kann, wie schwer es sein kann, sich selbst zwischen diesen Stühlen zu finden und für sich ein Selbstwertgefühl zu definieren. Wer bin ich und woran mache ich meinen Wert fest?

Ich habe "Asphaltengel" in wenigen Tagen einfach runter gelesen, denn obwohl die einzelnen Kapitel mehr oder minder Alltagsgeschichten aus Samiras und Leilas Leben erzählen, waren diese doch oft aufwühlend, verstörend oder mitreißend, sodass ich einfach weiter lesen musste. Das einzige, was den Lesefluss gehindert hat war die Tatsache, dass auch in der deutschen Übersetzung eine ganze Menge finnischer Vokabeln und Phrasen einfach mitten im Text stehen, ohne erklärt zu werden. Zwar gibt es hinten ein Glossar sowohl arabischer als auch finnischer Wörter, die verwendet wurden, aber es ist doch ein wenig lästig alle paar Sätze nach hinten blättern zu müssen, damit man überhaupt versteht, was eigentlich gerade passiert. 

Nichts desto trotz bin ich sehr sehr froh bei vorablesen.de aus dem Lostopf gezogen worden zu sein und die Gelegenheit gehabt zu haben, dieses tolle Buch im Voraus zu lesen. "Asphaltengel" bekommt von mir verdiente vier Blümchen. 

Aussehen: ♥♥♥ 
 Charaktere: ♥♥♥♥ 
 Spannung: ♥♥♥ 
 Humor: ♥♥♥ 
 Schlüssigkeit: ♥♥♥♥ 
 Originalität: ♥♥♥♥ 
 Emotionale Tiefe: ♥♥♥♥ 
 Schreibstil: ♥♥♥♥




BR - Martin Davies - Wiedersehen in Hannesford Court








Broschiert
Erschienen am: 01. November 2013
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag
ISBN: 978-3423249898
Seitenzahl: 336
Preis: 14,90€









"Es gibt Tausende und Abertausende Menschen in diesem Land, die ihre Liebsten verloren haben, und sie müssen irgendeinen Sinn darin finden. Glaub mir, die Wahrheit ist so ziemlich das Letzte, was diese Leute hören wollen."

Winter 1919. Der erste Weltkrieg ist vorbei und Captain Tom Allen kehrt nach London zurück. Dort erwartet ihn eine Einladung zum Weihnachtsfest bei den Stansburys in Hannesford Court. Irgendwann in einem anderen Leben hat er einst zum illustren Kreis der Gäste in Hannesford gehört, aber eigentlich hatte er sich geschworen, nie wieder dorthin zurückzukehren. Am Ende fährt er doch, um der Einsamkeit Londons zu entfliehen, und kommt zurück an den Ort, an dem die wunderschöne Margot ihm fünf Jahre zuvor das Herz gebrochen hat. Auf den ersten Blick wirkt Hannesford unverändert, doch der Eindruck täuscht. Mit einem toten und einem verkrüppelten Sohn, einer verwitweten Tochter und einer, die ihren Verlobten verloren hat, sind auch die Stansburys vom Krieg nicht unberührt geblieben. Dennoch ist Lady Stansbury fest entschlossen, das Weihnachtsfest und den alljährlichen Silvesterball zu einem glanzvollen gesellschaftlichen Ereignis zu machen - so wie früher. Inmitten dieser Bemühungen kommt die Sprache wieder auf den Tod eines allseits geschätzten Gastes vor einigen Jahren hier auf Hannesford. Was Tom damals für ein tragisches Unglück gehalten hat, verbirgt doch sehr viel mehr, und erst jetzt erkennt Tom die Hinweise darauf und kann sie Stück für Stück zusammenfügen.

Wie einige vielleicht wissen bin ich ein wenig auf Hobby-Historiker-Pfaden unterwegs. Dabei liegt mein besonderes Augenmerk auf dem 17. und 18. Jahrhundert in Europa. Für den ersten oder zweiten Weltkrieg, geschweige denn für das 20. Jahrhundert an sich, habe ich mich nie über den Schulstoff hinaus interessiert. Aber auf Meggies Drängen hin musste ich dann ja mal in "Downton Abbey" rein schauen und ich musste feststellen, dass die Zeit doch gar nicht so unspannend ist, wie sie immer auf mich gewirkt hat. Als mir also "Wiedersehen in Hannesford Court" in die Hände fiel, habe ich es in Gedanken an "Downton Abbey" gleich mal eingepackt.
Wie die Inhaltsangabe bereits vermuten lässt, begleiten wir Tom Allen bei seiner Rückkehr nach Hannesford. Diese Art Heimkehr weckt viele Erinnerungen in ihm, die man als Leser nicht gleich auf Anhieb einsortieren kann, aber je weiter man liest, desto schlüssiger wird das Gesamtbild. Wir lernen die Clique von damals kennen, die von den Stansbury Geschwistern Harry und Margot angeführt wurde. Viele sind nicht aus dem Krieg heim gekehrt oder wenn, dann versehrt. Tom muss zunächst einmal die Gegenwart mit seinen Erinnerungen in Einklang bringen. Der Krieg hat alle verändert, die einen offensichtlicher, die anderen subtiler. Und während man so liest hat man selbst ein bisschen das Gefühl, dabei gewesen zu sein, damals.
Mit Tom Allen hat Martin Davies auf jeden Fall einen sehr sympathischen Protagonisten geschaffen, in den man sich gut einfühlen kann. Man muss wie er erstmal die gesellschaftlichen Geflechte in Hannesford entwirren und auch wenn man hier und da ein dunkles Geheimnis ahnt, bin zumindest ich am Ende doch bei dem einen oder anderen Charakter überrascht gewesen, was da noch alles zum Vorschein gekommen ist. Denn in Hannesford ist nichts so eindimensional wie es auf den ersten Blick wirkt. Die Goldkinder sind nicht ausschließlich das, ebenso wie einige unscheinbarere Randfiguren die sprichwörtlichen stillen Wasser mit immenser Tiefe sind. Auch ohne großen, actiongeladenen Plot schafft Martin Davies eine interessante Atmosphäre, der man sich nicht entziehen kann. Es sind die kleinen, gesellschaftlichen Feinheiten, die fesseln. Davies gelingt es sogar den zarten Faden einer Liebesgeschichte einzuflechten, die aber alles andere als aufdringlich ist und auch nicht dem Klischee Junge-trifft-Mädchen-und-ist-unsterblich-verliebt entspricht.

Ich für meinen Teil habe mich sehr wohl in Hannesford und mit den Charakteren, ob groß oder klein, gefühlt. Für diesen wirklich schönen Ausflug in die Anfänge des 20. Jahrhunderts vergebe ich vier Blümchen und durchaus eine Leseempfehlung für alle, die auch Freude an "Downton Abbey" haben.


Aussehen: ♥♥♥♥ 
Charaktere: ♥♥♥♥ 
Spannung: ♥♥♥ 
Humor: ♥♥♥ 
Schlüssigkeit: ♥♥♥♥♥ 
Originalität: ♥♥♥♥ 
Emotionale Tiefe: ♥♥♥♥ 
Schreibstil: ♥♥♥♥


Neuerungen und Änderungen

Schönen Abend ihr fleißigen Leseratten.

Als ich am Montag in der Bücherei war, ist mir eine Idee durch den Kopf gegangen. Bei einigen anderen habe ich in letzter Zeit gelesen, dass sie ihre ganzen angefangenen Buchreihen mal statistisch aufgenommen haben, um zu sehen, was auf ihrem SuB noch so alles wartet und welche Reihe sie unbedingt noch weiter lesen wollten. Ursache war, dass ich den zweiten Band der Ewiglich-Reihe von Brodi Ashton ausgeliehen habe und mir gedacht habe, dass es eigentlich doch ganz nett zu wissen wäre, was wir alles so an Reihen lesen und noch lesen wollen.
Entsprechend findet ihr ab jetzt oben im Menü noch einen neuen Link, der euch zu einer Liste mit Reihen führt, die Ivy und ich gelesen haben, angefangen haben oder noch lesen wollen, weil mindestens ein Band auf dem SuB liegt.
Damit aber noch nicht genug. Im Laufe des morgigen Tages wird sich auf unserer Rezensions Seite ganz unten ein weiterer Punkt einfügen (es gibt jetzt schon einen kleinen Vorgeschmack darauf).
An dieser Stelle werden ab jetzt alle Buchreihen, zu denen wir hier auf dem Blog auch Rezensionen haben, verlinkt. Sprich ihr könnt einfach auf das Bild der Edelstein-Trilogie klicken und bekommt alle Posts aufgelistet, in denen diese Reihe auftaucht. Also alle Rezensionen dazu oder weitere Einträge, in denen wir über Kerstin Giers Bücher schreiben. So findet ihr direkt alles, was es zu der Buchreihe bei uns zu entdecken gibt.

Was haltet ihr von den Änderungen und noch viel wichtiger: Lest ihr auch so schrecklich viele Buchreihen?

Eine schöne Lesenacht wünscht euch


BR - Cecelia Ahern - Für immer vielleicht








Gebundene Ausgabe
 Erschienen am: 06.03.2006
Verlag: Krüger
ISBN: 978-3828978362
Seitenanzahl: 448
 Preis: Taschenbuchausgabe 8,99 €









Rosie Dunne, ich liebe dich von ganzem Herzen, ich habe dich immer geliebt, schon als ich sieben war und dich wegen dem Nikolaus angelogen habe, als ich zehn war und dich nicht zu meinem Geburtstag eingeladen habe, als ich achtzehn war und wegziehen musste, sogar als ich geheiratet habe, als du geheiratet hast, bei den Taufen, bei den Geburtstagen und wenn wir uns gestritten haben. Ich habe dich immer geliebt.


Rosie und Alex sind beste Freunde. Schon in der Grundschulde haben sie ihre Lehrerin mit ihren Streichen und dem ständigen Schreiben von Zettelchen zur Weißglut gebracht. Sie gehen zusammen durch dick und dünn und selbst kleine Uneinigkeiten überwinden sie. Es scheint, als würden sie für immer und ewig Freunde bleiben, doch dann stellt das Leben sie auf eine harte Probe. Alex Eltern ziehen mit ihrem Sohn nach Amerika. In Boston findet er neue Freunde und studiert in Harvard Medizin, während Rosie nach der Schule direkt ein Kind bekommt und die Schwangerschaft all ihre Pläne Hotelmanagement zu studieren zerstört. Immer wieder legt ihnen das Leben Steine in den Weg. Wenn sie dabei sind zu erkennen, dass sie eigentlich viel mehr sein möchten als nur Freunde, dann sorgt das Schicksal dafür, dass sie sich voneinander entfernen. Immer scheint einer von ihnen gerade andere Dinge um die Ohren zu haben. Sie verpassen sich stets und so läuft das Leben an ihnen vorbei und jeder von beiden hat mit seinen ganz eigenen Problemen und Sorgen zu kämpfen. Erst die Freundschaft von Rosies Tochter Katie und ihrem besten Freund Toby gibt den beiden den Mut ihre Gefühle zu erkennen.


Aufmerksam geworden  bin ich auf das Buch vor allem, weil ich den Trailer zu der Filmadaption gesehen habe, die bald in die Kinos kommt. Das hat mich neugierig auf die Geschichte gemacht, vor allem, weil es mich an die Geschichte aus "Zwei an einem Tag" erinnert hat. Manchmal brauch ich einfach ein wenig Liebe und Schnulz.
Das Aussehen allein hätte mich eher weniger angesprochen und ich finde auch die Wolken, in egal welcher Form, sagen recht wenig über das Buch aus, auch wenn alles irgendwie zusammenpasst. Auf jeden Fall haben die Bücher von Cecelia Ahern so einen ganz eigenen Wiedererkennungswert.
Um die weitere Meinung zu verstehen ist es wichtig, dass ich auf den Schreibstil zuerst eingehe, auch wenn der ja sonst bei mir eher weiter am Ende kommt. Das ganze Buch besteht nur aus Briefen, Emails, Zetteln und Chat- beziehungsweise SMS-Nachrichten. Das einzige Kapitel, das in einem Text verfasst wurde, ist der Prolog. Entsprechend erfährt man nicht immer alles vom Geschehen und es werden oft Zeitspannen übersprungen. Am Anfang war ich wegen dieser Art zu schreiben sehr skeptisch und ich konnte mir nicht vorstellen, dass wirklich ein gleichmäßiger Lesefluss entsteht, doch tatsächlich ließ sich das Buch flüssig und schnell lesen. Außerdem haben viele Nachrichten neugierig darauf gemacht wie der Adressat reagiert. So hat genau diese Schreibart dafür gesorgt, dass es unglaublich schnell ging die Geschichte zu lesen und eine große Spannung aufgebaut wurde.
Zugleich habe ich noch kein Buch gelesen, das wirklich vollkommen auf eingeschobene erzählte Passagen verzichtet und fand die Idee entsprechend spannend. Ich bin davon wirklich positiv überrascht. Einzig einige Chatnachrichten waren etwas anstrengend dauerhaft zu verfolgen.
Die Charaktere wurden jeder mit einem eigenen Schreibstil versehen und reagieren ganz individuell auf die unterschiedlichen Situationen. Da es allerdings ja immer nur kurze Nachrichten und Briefe sind, erfährt man recht wenig über ihr Verhalten und denken. Einige Charaktere, wie Alex Bruder, tauchen nur wenige Male auf. Eigentlich erfährt man nur ihre grobe Lebensgeschichte, doch mehr braucht es für die Handlung nicht und es wirkt nicht so, als würde eine genauere und tiefgreifendere Ausgestaltung fehlen.
Die Autorin hat sich sehr bemüht die einzelnen Figuren unterschiedlich schreiben zu lassen und so kann man sich doch recht gut in die jeweilige Position versetzen. Auch kann man so gut mit dem Schicksal von Rosie mitfühlen oder sich hin und wieder auch auf Alex Seite schlagen. Gerade die Tatsache, dass nicht beide Charaktere immer alles mitbekommen, der Leser aber deutlich mehr erfährt, sorgen dafür, dass man mit den Charakteren wirklich mit fiebert und unterstützt die Spannung zusätzlich.
An vielen Stellen musste ich mir das Schmunzeln verkneifen, gerade wenn Katie und Toby so sehr Rosie und Alex in ihrer Jugend gleichen. Die Passagen sorgen für den nötigen Humor, der alles auch wieder etwas auflockert und die Stellen, an denen alles schwarz erscheint erleuchten.

Insgesamt eine wirklich schöne und kurzweilige Geschichte, bei der man mal seine Hormone entfalten kann und ein bisschen in Kitsch und Liebe schwelgen kann. Der interessante Schreibstil sorgt für schnelles Lesen und den Drang noch schnell eine Seite mehr zu lesen. Das Buch ist durchaus auch was für Zwischendurch, was der Geschichte aber nicht schadet.


Aussehen: ♥♥♥
Charaktere: ♥♥♥
Spannung: ♥♥♥
Humor:
Schlüssigkeit: ♥♥♥
Originalität: ♥♥
Emotionale Tiefe: ♥♥♥♥
Schreibstil: ♥♥♥♥


Es geht (schon mal halb) los!

Guten Morgen allerseits!


Es ist so weit! Heute ist mein "erster Schultag". Zugegeben, nur an der Berufsschule und wenn ich ganz ehrlich bin war ich ja auch letzten Mittwoch schon mal zur Einführungsveranstaltung da, aber heute geht es dann richtig los. Mit früh aufstehen und Unterricht und allem drum und dran.

Obwohl ich sowohl den Klassenlehrer als auch die Klassenkameraden entsprechend schon mal sondieren konnte (und der erste Eindruck war bei allen super), hab ich irgendwie fast überhaupt nicht geschlafen. Aufregung? Keine Ahnung, eigentlich nicht, aber mir wurde mal gesagt, dass man das selbst bewusst gar nicht wahrnehmen muss, damit Kopf und Körper am Rad drehen.

Aber ich bin tatsächlich wach und super gut gerüstet!


Kann denn jetzt noch was schief gehen?
Eigentlich nur von Seiten der Bahn und da kreuz ich jetzt einfach mal die Finger, dass das klappt.

Ich bin gespannt wie lange diese Vorfreude jetzt anhält, aller Wahrscheinlichkeit nach hat sich das spätestens dann erledigt, wenn das früh aufstehen wieder zur Regel wird ;) Aber hiermit ist amtlich dokumentiert, dass sie irgendwann mal vorhanden war, die Vorfreude.

Die betriebliche Ausbildung in der Stadtbücherei beginnt dann ab dem 1. September und zwar direkt mit einer dreitägigen Fahrt nach Bielefeld. Drei Tage sind ja quasi nichts, ihr werdet gar nicht merken, dass ich weg bin.

Wie sieht's denn bei euch aus? Erster Tag in der Schule/in der Uni/auf der Arbeit nach einem langen Urlaub? Ist da ein bisschen Vorfreude vorhanden oder fangt ihr schon vor dem ersten Tag an wieder die Tage bis zum nächsten Urlaub zu zählen? 
Und was macht ihr eigentlich beruflich bzw. was studiert ihr so? Da bin ich jetzt einfach mal neugierig, so morgens um kurz vor sieben ;)

Ich mach mich dann auch mal auf den Weg, bevor ich mich noch weiter festquatsche. In diesem Sinne, liebe Grüße!




SuB Aufbau statt SuB Abbau - Buchkaufrausch

Hallo ihr Lieben.

Eigentlich hätte in den Titel wohl auch noch gemusst "warum Meggie ihr Buch nicht weiter lesen wird" und "Hurra ich habe gewonnen".
Aber mal langsam von vorne!

Ich weiß, dass viele von Euch, als Ivy gefragt hatte, der Meinung waren, dass man ein Buch nicht abbricht, nur weil es einen nicht anspricht oder im Augenblick nicht fesseln kann oder vielleicht sogar wirklich schlecht ist. Dem Urteil hätte ich mich wohl auch gefügt, aber ich bin im Moment so sehr mit meinen Unibüchern für die Bachelorarbeit beschäftigt, dass ich Abends einfach nur noch leichte Lektüre vertrage. Entsprechend hatte ich im Moment eifach keine Freude an dem Roman über Venedig und habe, nachdem ich an vier Abenden gerade einmal 100 Seiten geschafft habe, entschieden, dass ich das Buch erst einmal zurück in die Bücherei bringen werde. Vielleicht spricht es mich dort zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal an. Ich möchte es nun aber auch nicht abschreiben. Es ist wirklich hübsch geschrieben, mir nur für den Augenblick zu anstrengend. Deshalb hat das Buch, das ich gerade lese nun zu "Für immer vielleicht" von Cecelia Ahern gewechselt.


Dann kann ich verkünden, dass ich bei vorbalesen.de ausgewählt wurde "Der Palast der Borgia" vorab zu lesen. In den nächsten zwei Wochen wird das Exemplar also bei mir eintrudeln. Damit ist dann auch recht sicher was ich wohl als nächstes lesen werde.

Und dann nun zum eigentlichen Punkt. Ich hab einen Kaufrausch und entsprechend den SuB mal wieder aufgebaut statt ihn weiter abzubauen, wie es eigentlich der Plan war. Entsprechend stelle ich euch mal vor, was mit dem Paket von ReBuy ankam und was ich heute noch in der Buchhandlung zusätzlich erworben habe:

Bockmist von Hugh Laurie

Sein Name ist Lang. Thomas Lang. Er ist ein sogenannter Sicherheitsberater, kennt sich mit modernsten Waffen und Nahkampftechniken aus, aber nicht mit Frauen. Und ausgerechnet in eine solche verliebt er sich, als er in eine internationale Affäre um Drogen- und Waffenhandel verwickelt wird. Bockmist eben!





Venezianisches Finale von Donna Leon

Skandal in Venedigs Opernhaus ›La Fenice‹: In der Pause vor dem letzten Akt der ›Traviata‹ wird der deutsche Stardirigent Helmut Wellauer tot aufgefunden. In seiner Garderobe riecht es nach Bittermandel – Zyankali. Ein großer Verlust für die Musikwelt und ein heikler Fall für Commissario Guido Brunetti. Und es scheint, als ob einige Leute allen Grund gehabt hätten, den Maestro unter die Erde zu bringen.




Glennkill von Leonie Swann

Der Siegeszug der Schafe von „Glennkill“ hält weiter an Leblos liegt der Schäfer George Glenn im irischen Gras, ein Spaten ragt aus seiner Brust. Seine Schafe sind entsetzt: Wer kann den alten Schäfer umgebracht haben? Und warum? Miss Maple, das klügste Schaf der Herde, beginnt sich für den Fall zu interessieren. Glücklicherweise hat George seinen Schafen vorgelesen, und so trifft sie das kriminalistische Problem nicht ganz unvorbereitet. Unerbittlich folgen sie der Spur des Täters und kommen den Geheimnissen der Menschenwelt dabei nach und nach auf die Schliche – bis es ihnen schließlich gelingt, Licht ins Dunkel zu bringen und den rätselhaften Tod ihres Schäfers aufzuklären.


Feuer und Stein von Diana Gabaldon

Schottland im Jahr 1946. Während der Flitterwochen mit ihrem Mann Frank berührt Claire Randall nichts ahnend einen magischen Steinkreis - und findet sich plötzlich wieder im Schlachtengetümmel schottischer Rebellen im Jahr 1743. Glücklicherweise findet sie in dem starken Clanführer Jamie Fraser einen Beschützer in den wilden Zeiten voller Rebellion, Verrat und finsterem Aberglauben. Doch schon bald muss sie sich entscheiden - zwischen der Zukunft, in die sie gehört, und der Vergangenheit, in der sie lebt...


Ruhm von Daniel Kehlmann

Ein Schriftsteller mit der unheilvollen Neigung, Menschen, die ihm nahestehen, zu Literatur zu machen, ein verwirrter Internetblogger, ein Abteilungsleiter mit Doppelleben, ein berühmter Schauspieler, der lieber unbekannt wäre, eine alte Dame auf der Reise in den Tod: Ihre Wege kreuzen sich in einem Geflecht von Episoden zwischen Wirklichkeit und Schein. Ein Spiegelkabinett voll unvorhersehbarer Wendungen– komisch, tiefgründig und elegant erzählt vom Autor der «Vermessung der Welt».


Schmitz Katze von Ralf Schmitz

Manche Männer leben mit einer Frau zusammen - Ralf Schmitz mit seiner Katze. Und das seit 23 Jahren! Dieses eheähnliche Verhältnis wirft entsprechende Fragen auf: - Ist das Zusammenleben mit einer Katze wirklich so anders als mit einer Frau? - Wer veralbert hier wen den ganzen Tag? - Was macht die Katze würgend im Schrank? - Wie eifersüchtig ist die Katze und was hat sie ausgerechnet jetzt in Ralfs Bett zu suchen? ›Schmitz' Katze‹: Skurrile Geschichten, private Bilder und viele nützliche Tipps - ansteckend lustig!


Denn niemand hört dein Rufen von Mary Higgins Clark

Eine berühmte Schauspielerin wird brutal ermordet. Die junge Staatsanwältin Emily Wallace soll das Anklageverfahren gegen den Hauptverdächtigen übernehmen. Immer tiefer gräbt sie sich in den Fall – ohne zu erkennen, dass es eine unheimliche Verbindung zwischen ihr und der Toten gibt. Schon längst ist sie selbst in tödlicher Gefahr.





Tanz, Püppchen, Tanz! von Joy Fielding

Die 28-jährige Amanda Travis lebt seit vielen Jahren als erfolgreiche Anwältin in Florida - glücklich, ihrer Vergangenheit entronnen zu sein. Denn in ihrer Heimatstadt Toronto hat sie nicht nur eine gescheiterte Ehe zurückgelassen, sondern auch ihre Mutter Gwen, unter der sie zeitlebens gelitten hat. Doch eines Tages erhält Amanda einen schockierenden Anruf: Gwen hat in der Lobby eines Luxushotels einen Mann erschossen und verweigert jede Aussage zur Tat. Amanda reist nach Toronto, um herauszufinden, welches Geheimnis ihre Mutter so eisern hütet. Doch damit berührt sie Ereignisse aus ihrem eigenen Leben, die sie ins Dunkel des Vergessens gedrängt hatte - und vor denen sie nun nicht länger fliehen kann.

Elfenlicht von Bernhard Hennen

Die Trolle sind los. Eigentlich hatte Schwertmeister Ollawain schon gehofft, sie seien endgültig geschlagen. Aber dann sammeln die verschlagenen Wesen mit ihren tollkühnen Helden Skanga und Orgrim ihre Kräfte wieder, um die Elfen, Kentauren und Kobolde vernichtend zu besiegen und aus der Welt von Albenmark entgültig zu tilgen. Da treibt die Angst vor ihrer Macht die wundervolle Elfenkönigin Emerelle zu einer Verzweiflungstat, die das Kriegsgeschick negativ zu beeinflussen könnte. Denn sie zerstört einen wichtigen Albenpfad, um die Angreifer zurückzuhalten -- und löst damit eine Kettenreaktion aus, die den Frieden in Albenmark nachhaltig zu stören droht...

Totengleich von Tana French

Dem Tod wie aus dem Gesicht geschnitten Als die junge Polizistin Cassie Maddox in ein verfallenes Cottage außerhalb von Dublin gerufen wird, schaut sie ins Gesicht des Todes wie in einen Spiegel: Die Ermordete gleicht ihr bis aufs Haar. Wer ist diese Frau? Wer hat sie niedergestochen? Und hätte eigentlich Cassie selbst sterben sollen? Keine Spuren und Hinweise sind zu finden, und bald bleibt nur eine Möglichkeit: Cassie Maddox muss in die Haut der Toten schlüpfen, um den Mörder zu finden. Ein ungeheuerliches Spiel beginnt.  


Die Schlacht der Trolle von Christoph Hardebusch

Im Reich der Trolle braut sich eine finstere Bedrohung zusammen -- die Trollin Anda versucht die Macht an sich zu reißen und tötet jeden, der sich ihr nicht anschließen will. Auch Druan, der Anführer der Trolle an der Oberfläche, fällt einem ihrer Angriffe zum Opfer. Druans Zögling Kerr entrinnt nur knapp dem Tod und warnt Pard, der sich daraufhin keinen anderen Rat weiß, als die Menschen um Hilfe zu bitten. Zusammen mit anderen Überlebenden macht sich Pard auf den Weg nach Dabrân zum ehemaligen Rebellenführer Sten.
Als Bojar hat Sten in Dabrân alle Hände voll zu tun -- zwar herrscht seit etwa einem Jahr Frieden im Land, doch noch immer gilt es, Straßen und Brücken zu reparieren und auch um die Versorgung des Volkes ist es schlecht bestellt. Stens Frau Vircinia reist mit seiner Schwester Flores nach Turduj zum Marczeg Gyula Békésar, um Friedensverhandlungen zu führen. Doch just als die beiden in der Festung weilen, wird diese von einem feindlich gesinnten Marczeg angegriffen.

Der Sohn des Teufels von Jonathan Nasaw

Seit er zusehen musste, wie seine Stiefmutter nach ihrem Tod von Aasgeiern nahezu aufgefressen wurde, wird Luke dieses Bild nicht mehr los. Er kommt in psychiatrische Behandlung und fühlt sich dort unschuldig eingesperrt. Er entschließt sich, eine Liste von Personen aufzustellen, mit denen er nach seiner Entlassung abrechnen will. Ganz oben steht ein Mann, der ihn in die Anstalt gebracht hat: der FBI-Beamte E. L. Pender.




Die Wachsmalerin von Sabine Weiß

Wer war die Frau, die als Madame Tussaud in die Geschichte einging? In ihrem großen Roman erzählt Sabine Weiß ein bewegtes Frauenleben. Als kleines Mädchen kommt Marie, die Tochter eines Scharfrichters, nach Paris. In den Wirren der Französischen Revolution muss sie ums Überleben kämpfen, doch ihr begegnet auch aufrichtige Liebe. Mit ihrem Aufbruch nach England wird sie schließlich zur Legende.




Der Gesang der Toten von Stephen King

So unterschiedlich die Geschichten in diesem Band auf den ersten Blick erscheinen - sie alle demonstrieren, wie Stephen King es schafft, mit verborgenen menschlichen Ängsten zu spielen. Ob ein Hochzeitsempfang, ein Studentenwohnheim am letzten Tag vor den Ferien oder ein Ausflug zum Floß in der Mitte eines Badesees: Harmlose, alltägliche Situationen bilden den Auftakt zu Visionen des Schreckens in diesen Meisterwerken der Erzählkunst, die beweisen, daß Kings Kurzgeschichten ebenbürtig neben seinen großen Romanerfolgen stehen.


Die Kurtisane und der Samurai von Lesley Downer

Die unergründlichen und prachtvollen Seiten des alten Japan.Japan 1868: Die schöne Hana flieht aus dem zerstörten Tokio nach Yoshiwara, in das schillernde Vergnügungsviertel vor den Toren der Stadt, wo sie zur begehrtesten Kurtisane wird. Hier begegnet sie dem jungen Samurai Yozo. Wo Sex und Macht regieren, hat ihre Liebe keine Zukunft. Also planen sie gemeinsam die Flucht. Doch etwas bedroht ihre Liebe: Beide hüten ein schreckliches Geheimnis voreinander …



Das Stockholm Oktavo von Karen Engelmann

Intrigen, Verführung und der Hauch der Revolution. Stockholm 1789. Der Thron von König Gustav III. wankt. In dieser hochbrisanten Stimmung ist der exklusive Spielsalon von Madame Sparv ein beliebter Umschlagplatz für Klatsch, politische Machenschaften und Information. Sofia Sparv ist nicht nur einflussreiche Dame der Gesellschaft, sondern auch erfahrene Kartenlegerin und Vertraute des Königs. Für den exzellenten Kartenspieler Emil Larsson sieht sie eine große Zukunft voraus und legt ihm ein Octavo. Acht Karten, die acht Menschen aus seinem Umkreis verkörpern und die Macht haben, sein weiteres Schicksal wesentlich zu beeinflussen. Da ist zum Beispiel Sofias Rivalin, Baroness Uzanne, die ihren wertvollsten Fächer an Sofia verliert und auf Rache schwört. Da ist die junge Apothekerstochter Johanna, die wie keine andere die Heilkunst beherrscht und auf gefährliche Abwege gerät, oder der geschäftstüchtige Kalligraph Frederik Lind, dessen Wohl und Wehe von der Baroness abhängt. Das Octavo ruft sie alle auf den Plan, doch wer steht auf welcher Seite? Welche Liebe ist echt? Wer paktiert mit wem? Engelmann erzählt vom Ränkespiel der Liebe, der Gier nach Macht und der Magie des Schicksals.

Alles muss versteckt sein von Wiebke Lorenz

Was tust du, wenn deine Mordfantasien Wirklichkeit werden? Ihre Gedanken sind mörderisch, ihre eigene Angst davor unaussprechlich: Nach einem Schicksalsschlag erkrankt Marie an aggressiven Zwangsgedanken, betrachtet sich als Gefahr für sich selbst und andere. Monatelang kämpft sie gegen die grausamen Mordfantasien an, die wie Kobolde durch ihren Kopf spuken, ständig verbunden mit der Panik, sie könne diese furchtbar realen Fantasien eines Tages nicht mehr kontrollieren und in die Tat umsetzen. Und dieser Tag kommt, als Marie neben ihrem toten Freund erwacht, der mit einem Messer auf grausamste Weise niedergemetzelt wurde. Am Ende eines Gerichtsprozesses wird sie aufgrund ihrer Schuldunfähigkeit zum Maßregelvollzug in der forensischen Psychiatrie verurteilt. Dort sucht Marie verzweifelt nach Erinnerungen an die Mordnacht, denn für Marie selbst sind die Geschehnisse wie ausgelöscht. Nur ihr Arzt Jan scheint sie zu verstehen und ihr helfen zu wollen. Aber schon bald wächst in Marie der Verdacht, dass in Wahrheit vielleicht nichts so gewesen ist, wie es scheint … 


Vielleicht kennt ja der ein oder andere schon eines der Bücher und möchte seine Empfehlung aussprechen :) Was habt ihr so neues in euer Regal gestellt in letzter Zeit?

Viele Grüße

 

Frisch eingetrudelt

Erst vor ein paar Tagen erreichte mich die E-Mail, dass ich ein Rezensionsexemplar von Johanna Holmströms "Asphaltengel" (erscheint am 12.09.2014 beim Ullstein Verlag) gewonnen habe und es innerhalb der kommenden zwei Wochen versandt würde - und zack, ist es schon da!
Ich freu mich riesig! Damit ihr schon mal einen kleinen Überblick habt, worum es geht und was ich da als nächstes lesen werde:



Leilas finnische Mutter ist zum Islam konvertiert. Seitdem interessiert sie sich nur noch für die korrekte Auslegung des Korans. Sogar Familienfotos sind verboten. Leilas Vater kommt aus dem Maghreb und ist selbst Muslim – aber dieser Fanatismus ist ihm viel zu anstrengend. Und ihre große Schwester Samira ist längst vor dieser verrückten Familie geflohen. Alleine ist es schwer für Leila, zu Hause den Verstand nicht zu verlieren. Dann wird Samira eines Tages schwer verletzt am Fuß einer Treppe gefunden. Ist sie gefallen? Oder wurde sie gestoßen? Leila versucht herauszufinden, was mit ihrer Schwester passiert ist. Das Leben zwischen den Kulturen ist gefährlich, besonders für Mädchen. Aber Leila weigert sich, Opfer zu sein.






Jetzt hab ich natürlich gerade erst mit "Wiedersehen in Hannesford Court" angefangen, aber das Buch ist ja nun auch kein 1000 Seiten Wälzer und sollte deshalb recht zügig schaffbar sein. Danach geht es direkt weiter zu Asphaltengel.

Ein riesengroßes Dankeschön an den Ullstein Verlag und Vorablesen.de!



BR - Joy Fielding - Das Verhängnis





Taschenbuch
Erschienen am: 20. Februar 2012
Verlag: Goldmann
ISBN: 978-3442473502
Seitenzahl: 432
Preis: 9,99€












"Ich habe eine Idee", sagte Jeff. "Wir wetten."
"Worauf?"
"Darauf, wer Miss Granatapfel als Erster flach legt."

Will besucht nach langen Jahren der Funkstille seinen Halbbruder Jeff in Miami. Eigentlich kann er dessen besten Freund Tom nicht ausstehen und ist auch nicht der Typ für Wetten wie diese, aber da er die in der Vergangenheit problembelastete Beziehung zu seinem großen Bruder aufbessern will, lässt er sich hinreißen. Und tatsächlich tut die hübsche Suzy ihm den Gefallen und gibt ihm den Vorzug vor Jeff und Tom. Allerdings kann sie sich bei aller Sympathie nicht ganz auf ihn einlassen, denn Suzy ist verheiratet. Nicht mit irgendwem, sondern mit einem unberechenbaren Schläger. Damit weckt sie nicht nur Wills Beschützerinstinkt und langsam aber sicher formt sich ein Plan, Suzy von ihrem gewalttätigen Ehemann zu befreien - aber wann funktioniert ein Plan schon mal wie er soll?

Eine Wette, die einen verhängnisvollen Verlauf nimmt. Was könnte dahinter stecken? Annäherungsversuche, die aus dem Ruder laufen? Ein handgreiflicher Wettstreit der drei um Suzys Aufmerksamkeit und Gunst? Da war meine Neugier geweckt und das Buch kurzer Hand eingepackt.
Aber bis diese Frage beantwortet wurde, wo es denn jetzt wirklich hinläuft, hab ich so ziemlich das ganze Buch warten müssen. Suzy bändelt mit Will an und kassiert dafür zu Hause die Quittung von ihrem kontrollsüchtigen Mann. Es zeichnet sich eine tragische, aber zärtliche Liebesgeschichte ab - und dann kommt doch plötzlich alles anders. Auf dem Weg zum großen Finale gibt es viele, zuweilen auch unerwartete Wendungen. Allerdings hat man oft das Gefühl, dass sich alles ein bisschen im Sande verläuft, zumindest was den ursprünglich angekündigten Handlungsstrang angeht. Man erfährt einiges über Jeffs und Wills Vergangenheit, dass Jeffs Mutter im Sterben liegt und ihn sehen will, er sie aber nicht, dass Toms Ehe in Trümmern liegt und seine Frau ihn verlässt. Ab und ab neigt man darüber dazu, Suzy zu vergessen. Aber Suzy Bigelow drängt sich zurückhaltend, aber bestimmt immer wieder in das Leben der drei Männer und ins Bewusstsein des Lesers.
Die Spannung war eher mittelmäßig, das muss ich jetzt mal ganz offen so einräumen, aber man hat eine Menge Zeit die Charaktere lieb zu gewinnen oder Antipathien zu entwickeln. Tom beispielsweise fand ich unerträglich, aber dabei gut geschrieben. Überhaupt hat es mir einfach gefallen, die Charaktere dieses Buches zu begleiten, was viele andere eher gestört zu haben scheint, zumindest so weit ich das anderen Rezensionen entnehmen konnte.

Für mich allerdings war "Das Verhängnis" ein kurzweiliges, angenehm zu lesendes Buch, das immer wieder dazu eingeladen hat, es wieder zur Hand zu nehmen und das nächste Kapitel zu lesen. Dafür gibt es solide vier Blümchen von mir.


Aussehen: ♥♥♥ 
Charaktere: ♥♥♥♥
Spannung: ♥♥♥ 
Humor: ♥♥ 
Schlüssigkeit: ♥♥♥♥ 
Originalität: ♥♥♥ 
Emotionale Tiefe: ♥♥♥♥ 
Schreibstil: ♥♥♥♥



BR - Ally Condie - Die Flucht. Cassia & Ky 2








Cassia und Ky Band 2
Gebundene Ausgabe
 Erschienen am: 18.01.2012
Verlag: Fischer Jugendbuch
ISBN: 978-3841421449
Seitenanzahl: 458
 Preis: 16,99 €












 „Ihr Gesicht leuchtet blass in der Dunkelheit des verlassenen Hauses. Irgendwo über uns weint der Himmel, und ich denke an fallenden Schnee. Bilder, mit Wasser gemalt. Poesie, zwischen Küssen gehaucht. Zu schön, um von Dauer zu sein.“


Cassia und Ky wurden von der Gesellschaft getrennt. Als Aberration wurde Ky in die äußeren Provinzen geschickt. Angeblich holt einen die Gesellschaft dort nach 6 Monaten wieder ab, doch niemand überlebt sechs Monate in der Hölle. Bei den Angriffen sterben die Jungen, die dort ausgesetzt werden, doch Ky ist nicht bereit zu sterben. Er will Cassia wiedersehen, um jeden Preis.
Diese hingegen befindet sich in einem Arbeiterlager, ehe sie danach ihre Arbeit beginnen soll. In der letzten Nacht ihres Aufenthalts fasst sie einen Entschluss. Diese Nacht ist ihre letzte Chance Ky jemals wiederzufinden. Als einige Mädchen abgeholt werden, begibt sie sich mit an Bord des Flugschiffes und reist in die äußeren Provinzen, nur ist Ky bereits verschwunden.
Eine Flucht beginnt, bei der sich beide schließlich finden, um sich dann endlich am Ziel ihrer Reise, doch wieder zu verlieren.


Auch das zweite Buch hat als Cover erneut das Mädchen in der Glaskugel, doch anstatt weiter darin zu sitzen, gefangen in der Gesellschaft, durchstößt sie mit der Faust das Glas und befreit sich von der Umklammerung und der Gefangenschaft. Sie bricht aus, flüchtet. So passen Cover und der deutsche Titel des Buches wunderbar zum Inhalt des zweiten Bandes der Triologie.
Die Geschichte der Autorin reiht sich in den momentanen Boom von Dystopie-Erzählungen ein und hat dabei doch ihre ganz eigene Welt. Es werden ganz neue Ideen verarbeitet, ebenso wie die Grundvorstellungen einer solchen „perfekten“ Gesellschaft aufgegriffen werden. Die Paarung und die ganze Idee einer vollkommen geplanten Eheschließung ist mir zumindest neu, wohingegen die Kontrolle durch die Regierung, in diesem Fall der Funktionäre, wohl eine Erscheinung ist, die in einem solchen Buch nicht fehlen darf. Natürlich fehlt diese Welt mit ihren Regeln auch nicht im zweiten Band. Allerdings bekommt die Perfektion immer mehr Risse und man erhält erste Einblicke hinter die Gesellschaft und erhält mehr Informationen über die Erhebung.
Die Autorin Ally Condie hat sich im zweiten Band ihrer Reihe dazu entschieden nicht nur Cassias Geschichte zu erzählen. Immerhin ist sie von Ky getrennt und so wechseln in den Kapiteln abwechselnd Cassia und Ky ihre Ich-Perspektive und man erfährt aus ihrer Sicht direkt alles über ihre Gefühle und Erlebnisse. Etwas, das ich persönlich sehr positiv finde, da man so einen viel breitgefächerten Rahmen der Geschichte zu Gesicht bekommt. Außerdem bleibt die Spannung so deutlicher erhalten, weil man bei einem schockierenden Ende eines Kapitels erst das Kapitel des anderen noch lesen muss.
Wie auch im ersten Band werden die Gefühle mit sehr viel Liebe und Herz erzählt und beschrieben und versetzen einen selbst immer wieder in einen ähnlichen Gemütszustand. Allerdings ist die Welt außerhalb der Gesellschaft rauer und härter und so sind auch die Worte oftmals weniger weich und fließend wie vielleicht noch im ersten Band. Auch die Orte werden liebevoll beschrieben, so dass man sie sich gut vorstellen kann. Dabei ist zwar eine Liebe fürs Detail zu erkennen, diese ist allerdings ausgewogen und behindert so nicht den leichten Lesefluss, den die gewählten Worte entfachen. Auch die länge einzelner zusammenhängender Abschnitte ist gut gegliedert und bietet einem so die Möglichkeit immer mal wieder ein paar Seiten zu lesen, wenn man gerade Zeit dafür hat. In der Mitte des Buches hatte ich dann allerdings trotz kurzer Abschnitte und leichtem Lesefluss einen Durchhänger. Das lag vor allem an der Charakterentwicklung von Cassia und an der Geschichte. Dass sie sich finden würden war wohl recht klar und immerhin verlieren sie sich auch noch wieder, ehe das Buch endet, doch die Sache, dass Cassia plötzlich immun ist gegen Tabletten, die einen eigentlich töten, war für mich dann doch einfach eine Portion zu viel. Ab da war die Geschichte für mich unglaubwürdig und irgendwie auch wieder zu sehr klischeebehaftet.
Trotzdem haben mich gerade die malerischen Worte der Autorin dazu bewegt trotzdem weiterzulesen. Zumal ein Jugendbuch sich ja auch immer recht schnell lesen lässt.
Viele neue Fragen werden aufgeworfen. Gerade am Ende, wo die Handlung sich enger ballt. Es gibt kaum Antworten auf offene Fragen, dafür aber eine Menge neuer Fragen gerade auch bezüglich von außenstehenden Charakteren, die in diesem Band kaum eine Rolle gespielt haben. Das allein sorgt wohl dafür, dass ich den letzten Band auch noch irgendwann lesen werde, um zu sehen was sich Ally Condie als Ende überlegt hat. Leider befürchte ich, dass dieses zu sehr den ganzen anderen Jugendbuch Dystopien ähneln wird. Trotzdem hat das Buch dann immer noch seinen herausragenden Schreibstil, den meiner Meinung nach kaum ein anderes Jugendbuch vorweisen kann.


Eine nette und solide Fortsetzung des ersten Bandes, die ab der Mitte etwas schwächelt, aber mit dem Ende dafür sorgt, dass man wohl den dritten Band auch unbedingt noch lesen möchte. Alles in allem ein lesenswertes Buch, das aber absolut kein Muss ist.

Aussehen: ♥♥♥♥
Charaktere: ♥♥♥
Spannung: ♥♥♥
Humor:
Schlüssigkeit: ♥♥♥
Originalität: ♥♥
Emotionale Tiefe: ♥♥♥♥
Schreibstil: ♥♥♥♥♥

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