Mottochallenge 2016 - Ivys Februar



Hallöchen ihr Lieben!

Der zweite Monat dieses Jahr geht heute zu Ende. Und obwohl der gemeinhin kurze Februar dieses Jahr ja gar nicht so kurz war hab ich doch weniger geschafft als im Vormonat. Während ich im Januar immerhin 7 mottobezogene Bücher/Hörbücher gelesen bzw. gehört habe, waren es im Februar bloß noch 5.
Zur Erinnerung, das Motto im Februar war:


Men at Work
Alle Bücher zählen, deren Cover mindestens drei Farben beinhalten (schwarz & weiß ausgeschlossen).


Für mich haben im Januar folgende Bücher und Hörbücher gezählt:

1. "That Night - Schuldig für immer" von Chevy Stevens (Hörbuch, 461 Minuten)
2. "Pirate Cinema" von Cory Doctorow (509 Seiten)
3. "Der Dieb in der Nacht" von Katharina Hartwell (318 Seiten)
4. "Sturmzeit" von Charlotte Link (Hörbuch, 472 Minuten)
5. "Blutrote Lilien" von Kathleen Weise (326 Seiten)


 



Dafür, dass ich anfangs Angst hatte doch irgendwie nichts zu finden (denn erstaunlich viele Cover beinhalten schwarz oder weiß als Hauptfarbe, was man sonst gar nicht so bewusst wahr nimmt), bin ich dann doch sehr zufrieden, dass alle meine Februar Bücher ins Motto gepasst haben :) Auf geht es in den März!


Liebe Grüße


BR - Jessi Kirby - Mein Herz wird dich finden




 Titel: Mein Herz wird dich finden
 Reihe: 
 Autor: Jessi Kirby
 Genre: Liebesroman
 Verlag: Sauerländer
 Seitenzahl: 368 Seiten
 Preis: 16,99 €







Ich richte den Blick fest auf das goldene Feld, als ich die getrocknete Blume hoch über meinen Kopf hebe und jedes Blütenblatt einzeln vorsichtig herauszupfe und in die Luft werfe. All unsere ersten und all unsere letzten Male und alles, was dazwischen lag. Sie tanzen durch die Luft und fliegen eins nach dem anderen an einen Ort, an dem sie ewig dazugehören.

Eine Liebe, die tragisch endet.
Eine neue Liebe, die tragisch beginnt.
Ein Herz, das nicht aufhört zu lieben.
Und am Ende der Tränen: das Glück.
400 Tage ist es her.
Vor 400 Tagen ist Mias große Liebe bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Vor 400 Tagen hat Noah eine zweite Lebenschance bekommen.
Als sie einander begegnen, spüren sie beide sofort, dass sie zusammen gehören.
Doch nur Mia weiß, dass Noah ihr niemals begegnen wollte. Dass sie gegen seinen ausdrücklichen Willen gehandelt hat, als sie sich auf die Suche nach ihm gemacht hat. Dass Noah niemals wissen wollte, wer vor 400 Tagen ums Leben gekommen ist. Weil es irgendwie nicht richtig ist, dass er weiterleben darf – nur weil jemand anderes gestorben ist.
Doch für Mia ist es, als wäre die Welt plötzlich wieder in Ordnung. Als wäre das Leben wieder bunt und schön. Und als hätte sie Noah nicht verschwiegen, dass sie einander nur begegnet sind, weil sie wissen wollte, wer der Mensch ist, der das Spenderherz ihres Freundes bekommen hat. Doch wie glücklich darf sie nach Jacobs Tod eigentlich sein? Und wann wird aus Schweigen … Verrat?
Mia muss Noah erzählen, wer sie ist. Aber was bedroht ihre Liebe mehr? Eine Lüge – oder die Wahrheit?

Das Buch wurde mir von einer ganz lieben Kollegin empfohlen, als sie hörte, dass ich "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" gut fand. Sie meinte, dass mir das Buch ganz sicher gefallen würde und damit hatte sie absolut Recht.
Das Cover ist natürlich schon ganz unabhängig vom Buch und seinem Inhalt ein absoluter Hingucker. Ich mag diesen Glanzeffekt mit dem Farbverlauf total gern und auf dem weißen Untergrund wirkt es wirklich wunderbar. Dazu passen Titel und Cover auch super zur Geschichte, um die es geht.
Das Buch fängt schon mitten in der Geschichte an. Mia hat schon 400 Tage ohne ihren verstorbenen Freund Jacob geschafft. Dadurch musste ich natürlich nicht ganz so schrecklich weinen, weil Mia einfach schon zu Beginn des Buches am Ende ist, allerdings hat es auch den Vorteil, dass die Thematik Tod zwar präsent ist, aber nicht unbedingt allumfassend greifbar. Ihr würdet euch wundern bei wie vielen Empfehlungen Erwachsene das für ihre Kinder zu grausam finden, wenn da wer im Buch stirbt. Trotzdem ist das Buch durchgehend recht emotional. Man erfährt die ganze Geschichte nur aus Mias Sicht und ich hätte mir tatsächlich gewünscht etwas mehr Einblick in Noahs Gedanken zu bekommen, doch so ist auch die schwere Situation, welche der Junge durchmacht, zwar thematisiert aber nicht dauerhaft ein belastendes Subjekt der Geschichte. Auf einigen Seiten kann man sogar vollkommen vergessen, dass die beiden eine schwierige Vergangenheit haben.
Ich musste also nicht unbedingt weinen, als ich das Buch gelesen habe, deshalb war es trotzdem sehr ergreifend und mitreißend. Auch wenn die Geschichte nicht unbedingt spannend war und die Handlung doch eher absehbar, haben mich Mia und Noah gefesselt. Es war seit langem mal wieder ein Buch für das ich bis mitten in die Nacht wach geblieben bin, bis ich es durchgelesen hatte.
Das lag vor allem auch an dem schönen Schreibstil der Autorin. Sie schreibt leicht und gut zu lesen und das ganz ohne aufgesetzt zu wirken oder aber zu abgedroschen. Die Dialoge wirken realistisch und passen zu den Eigenarten der Charaktere. Gerade was die Protagonisten angeht wirkt alles gut durchdacht und zutreffend. So entsteht eine fließende Handlung, der man super gut folgen kann und die einen einfach mitzieht, obwohl gar nicht unbedingt schockierende Wendungen passieren.

Vielleicht kein tiefgründiges Werk, das hoch literarisch ist, doch es wirkt trotzdem nach und zeigt die Probleme, die Hinterbliebene und auch Empfänger von Organspendern haben ohne dabei zu schmerzlich und dramatisch zu werden. Die schwere Thematik wird verknüpft mit einer schönen, sommerlichen Liebesgeschichte, die mit Höhen und Tiefen aufwartet. Für die fünf Blumen hat es nicht ganz gereicht, dafür hätte ich mir noch mehr Einblick in Noahs Leben gewünscht, doch die Geschichte ist absolut lesenswert und wunderschön.

Aussehen: ♥♥♥♥♥
 Spannung: ♥♥♥♥
 Schlüssigkeit: ♥♥♥♥♥
 Emotionale Tiefe: ♥♥♥♥
 Schreibstil: ♥♥♥♥♥











Wo kommen all die Bücher her?



Hallo ihr lieben Leseratten,

vielleicht habt ihr euch schon mal gefragt wo plötzlich all die ganzen tollen neuen Bücher in meinem Regal herkommen und wieso mein SuB eigentlich immer nur größer und nicht kleiner wird. Falls nicht werdet ihr die Antwort jetzt trotzdem bekommen, denn ich werde heute mal ein bisschen aus dem Nähkästchen angehender Buchhändler plaudern.
Schon nach der Buchmesse hatte sich mein Vorrat an Lektüre für die Freizeit drastisch gesteigert, doch dann gibt es da noch etwas ganz anderes, sehr gefährliches, das auf den Namen „Verlagsabend“ hört. Natürlich kann ich auch jeder Zeit so die Vertreter der einzelnen Verlage anschreiben und um Leseexemplare bitten, die mir dann in vielen Fällen als E-Book direkt per Mail zugesandt werden, doch da ist die Gefahr gar nicht so groß, denn meist schaue ich die Vorschauen durch, überfliege immer mal ein bisschen die Themen der neuen Bücher oder lasse mich von einem Cover gefangen nehmen und informiere mich dann mehr über das entsprechende Buch, aber ich finde gar nicht unbedingt so viele Bücher, die ich unbedingt lesen möchte.
Was ist an einem Verlagsabend anders, fragt ihr euch nun vermutlich, denn immerhin ziehen die Vertreter da normalerweise ja keine anderen Bücher aus dem Hut, als ich sie nicht schon in den Vorschauen gesehen hätte.
Um den Unterschied zu verstehen erkläre ich am besten Mal den Ablauf eines solchen Abends.

Zu abgemachtem Zeitpunkt trudeln nach und nach die Buchhändler ein. Entweder wird das Ganze in einer örtlichen Lokalität veranstaltet oder in einer unserer Filialen. Es sind dann immer bestimmte Verlage, die einladen. Diese Woche war ich zum Beispiel bei einem Abend von Bastei Lübbe dabei.
Vom Verlag wird für ausreichend Getränke gesorgt und es gibt auch Essen. Im Restaurant dann entweder das dort vorhandene Buffet oder eben ein Gericht von der Karte, das man sich selbst aussucht. In der Filiale wurde zuletzt Pizza vorab bestellt, so dass dann alle erst mal gemütlich zusammen essen und man ein Wenig plaudert.
Danach geht es an den Arbeitsteil des Abends. Die Vertreter blättern mit den Buchhändlern zusammen die Vorschauen durch, zeigen einige Bücher, die im neuen Programm erscheinen und erzählen ganz viel zu den Geschichten und Autoren. Leider hat das auf mich dann meist die Wirkung: DIESES BUCH MUSS ICH LESEN! Das fatale: Jeder bekommt einen Zettel, auf dem er quasi alles eintragen kann, was er als Leseexemplar haben möchte. Meist kann man da dann sogar entscheiden, ob man das gedruckte Buch oder das E-Book haben möchte. Man bekommt dann also sogar am Ende ein hübsches Packet mit ganz vielen Büchern. Die Vertreter haben es meist ziemlich gut drauf zumindest mir das Gefühl zu geben, dass ich sooo viele von den Büchern unbedingt lesen muss. Deshalb wächst der SuB auch beständig weiter.
Als kleines I-Tüpfelchen bringen die Vertreter meist dann auch noch ein paar Bücher als Leseexemplar direkt mit, so dass man sich vor Ort direkt auch bedienen kann. Meist gibt es dazu noch eine hübsche Tragetasche, die entweder zum Verlag passt oder ein bestimmtes Motiv einer der Novitäten zeigt.
Diese Abende gibt es dann quasi immer wenn das neue Programm erscheint. Gerade im Moment machen die Verlage das für das Frühjahrsprogramm und da ich als Auszubildende ja noch in alle Abteilungen der Buchhandlung komme, sind für mich natürlich auch alle Verlage irgendwie wichtig, weil ich mich überall auskennen sollte. Aus diesem Grund warten nächsten Monat auch noch Abende für Kinder- und Jugendbücher auf mich und im April der große Belletristikabend von Random House. Da freue ich mich auf jeden Fall schon sehr drauf.
Zwar bekomme ich für die Stunden die ich da quasi auch mit Arbeit verbringe keine Überstunden aufgeschrieben, aber bei dem, was dabei rausspringt, ist das absolut zu verschmerzen oder was meint ihr?

Damit ihr mal eine Vorstellung davon habt, wie die Ausbeute eines solchen Abends aussehen kann zeige ich euch hier mal was ich am Mittwoch erbeutet habe:

 
Einen schönen Restabend wünsche ich euch noch,


HBR - Chevy Stevens - That Night




 Titel: That Night - Schuldig für immer
 Reihe: -
 Autor: Chevy Stevens
 Sprecher: Christiane Marx
 Genre: Thriller
 Verlag: Argon Hörbuch
 ISBN: 9783839813959
 Laufzeit: 461 Minuten
 Preis: 19,99€


Als die 16-jährige Nicole Murphy mit eingeschlagenem Schädel im Wasser treibend ermordet aufgefunden wird, fällt der Verdacht fast sofort auf ihre Schwester Tony und deren Freund Ryan. Sie waren in jener Nacht gemeinsam mit Nicole unterwegs, betrunken und auf Drogen. Die Lage ist absolut eindeutig. Tony und Ryan sind für den Mord an Nicole verurteilt worden und haben ihre Haftstraße bis zur Aussetzung auf Bewährung abgesessen. Die Hälfte ihres Lebens hat sie also hinter Gittern verbracht. Tony hat alles verloren - bis auf die Gewissheit, dass sie es nicht war. Sie hat Nicole nicht getötet. Und der wahre Mörder läuft noch immer frei draußen herum. Wenn sie ihren Namen rein waschen und Gerechtigkeit für ihre kleine Schwester will, dann muss sie ihn finden.

Tony kommt auf Bewährung frei. Damit beginnt die Geschichte. Eine Geschichte, die weit in die Vergangenheit zurück führt, die viel mit geschwisterlichem Neid und Konkurrenz zu tun hat. Mit der Grausamkeit junger Mädchen und den manchmal unbegreiflichen Folgen.
Es ist Tony, die uns ihre Geschichte erzählt und das tut sie auf zwei Ebenen. Einmal in der Gegenwart, wo sie unter Bewährungsauflagen in die Freiheit entlassen wird. Wo sie mit anderen Insassinnen im Bewährungsheim aneinander gerät. Wo ihre eigene Mutter noch immer daran festhält und glaubt, dass sie die Tat begangen hat. Wo der Durchschnittsbürger sie meidet, schneidet und ihr das Leben schwer macht - denn schließlich hat sie mal im Knast gesessen, was sie zum Abschaum der Gesellschaft degradiert. Erst recht, wenn es für ein Kapitalverbrechen wie Mord war. Und wo sie ihre Jugendliebe Ryan wieder trifft - der ebenfalls des Mordes an Nicole schuldig gesprochen wurde. Zum anderen erzählt sie von der Vergangenheit, von damals, als sie 18 war. Als die Ereignisse ins Rollen kamen, die ihre Schwester das Leben gekostet und Tonys ruiniert haben. Beide Erzählstränge waren auf ihre Art spannend. Während die Gegenwart mit mehr Action und dem bittersüßen, schwierigen Wiedersehen mit Ryan, habe ich in der Vergangenheit die ganze Zeit auf Hinweise gelauscht: anfangs ist es nämlich wirklich schwierig zu erahnen, was genau passiert ist. Man weiß, dass Nicole tot ist und man weiß, dass Tony und Ryan dafür verantwortlich gemacht wurden. Aber das wie und das warum, das erschließt sich erst Stückchen für Stückchen im Verlauf der Geschichte. Und ganz aufgedeckt werden alle Zusammenhänge natürlich erst in einem actiongeladenen, packenden Showdown, den ich gar nicht einmal erwartet hätte.
Denn eigentlich war die Geschichte an sich eher ruhig. Tony versucht ihr Leben auf die Reihe zu kriegen, Ryan will unbedingt herausfinden was damals tatsächlich passiert ist, weil er nicht einfach weitermachen kann. Trotzdem ist ein großer Teil in Beschlag genommen von Jobsuche, der Rückkehr in die Heimatstadt, solchen Dingen eben. Trotzdem kam mir das Ende nicht überzogen und überladen vor. Chevy Stevens hat da Feingespür bewiesen und genau das richtige Maß gefunden, um Unglaubwürdigkeit zu vermeiden. Christiane Marx hat Tonys Geschichte mit viel Gefühl gelesen und wusste genau, dieses Gefühl auch an mich als Zuhörer weiter zu vermitteln, je nachdem ob Tony überdreht, fröhlich, lethargisch oder zornig war.

"That Night - Schuldig für immer" hat mich am Ende doch ein bisschen zu überraschen gewusst. Alles scheint völlig klar auf der Hand zu liegen - wer es tatsächlich war, meine ich -, aber das ist nur die halbe Wahrheit. Eine tolle Geschichte mit einer tollen Sprecherin, die sich im Zusammenspiel diese vier Blümchen definitiv verdient haben.


Aussehen: ♥♥♥♥
 Charaktere: ♥♥♥♥
 Spannung: ♥♥♥♥
 Schlüssigkeit: ♥♥♥♥
 Emotionale Tiefe: ♥♥♥♥
 Sprecher/in: ♥♥♥♥




Gemeinsam Lesen #57 - Mein Herz wird dich finden

 veranstaltet von: Schlunzenbücher

Ausnahmsweise kommt das Gemeinsam Lesen erst heute, damit ich mit euch das Buch teilen kann, dass ich neu angefangen habe. Dazu musste nur Fremd endlich mal zu Ende gelesen werden :D


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?



"Mein Herz wird dich finden" von Jessi Kirby
Seite 35



2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
Noah Thomas kommt mit dem Lappen auf mich zu und streckt mir die freie Hand über die Kaffeepfütze entgegen.


3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, Zitat, was immer du willst!)
Berichtet hatte ich von dem Buch ja schon in meinem letzten Cover Monday und da einige gefunden, die das Cover genauso toll finden wie ich. Natürlich hab ich auf den ersten 35 Seiten nun noch nicht richtig viel erfahren, nur, dass Mia gerade ganz unfreiwillig in Noah hineingestolpert ist, der das Herz ihres verstorbenen Freundes erhalten hat. Eigentlich möchte Noah keinen Kontakt zu den Angehörigen des Spenders haben und ich bin sehr, sehr gespannt worauf das hinauslaufen wird.


4. Würdest du gerne mal in einer Buchhandlung übernachten und wie würdest du es dir vorstellen?
Da ich ja inzwischen in einer arbeite ist der Gedanke gar nicht mehr soooo spannend, wie er vielleicht früher mal gewesen ist. Denn eine Buchhandlung vor dem Öffnen kenne ich nun ja schon. Allerdings wäre es vielleicht trotzdem ganz spannend da nachts in all den Büchern stöbern zu können und sich alles anzusehen, ohne dass man seine Arbeit erledigen muss oder beobachtet wird. Außerdem wäre es sicher sehr lustig einfach mal ein paar Dinge umzustellen und sich dann anzusehen, wie die Kollegen morgens aus allen Wolken fallen, wenn plötzlich die Spiegelbestseller nicht mehr in ihrem Regal stehen.

Wie stellt ihr euch eine solche Nacht denn vor?

Liebe Grüße





Cover Monday #49 - Blutrote Lilien

Eine Aktion von The emotional Life of Books


Ein bisschen Cover-Stöbern am Morgen, vertreibt Kummer und Sorgen :3 und deshalb gibt's jetzt auch zu nachtschlafender Zeit noch mein dieswöchiges Cover für euch: 




Paris 1609. Die junge Charlotte de Montmorency verlässt ihren ländlichen Heimatort, um am Hof von Versailles eingeführt zu werden. Allzu schnell gerät sie in den Strudel ausschweifender Feste, schmeichelhafter Freundschaften und gefährlicher Intrigen. Bald muss sie erkennen, dass sie niemandem vertrauen kann, nicht einmal ihrem Verlobten, dem attraktiven Marquis de Bassompierre. Und dann gibt es da noch den geheimnisvollen Fremden, der nicht mehr zu sein scheint als ein Schatten und doch so oft in ihrer Nähe ist ...

Ja, es ist das Buch, das ich gerade lese :) Meine kleine Schwester hat es mir vom Flohmarkt mitgebracht, weil sie bei historischem Roman in Frankreich sofort an mich gedacht hat. Auch wenn es schon ein wenig älter ist, finde ich das Cover einfach sehr schön. Die dezenten und trotzdem irgendwie bunten Farbtöne gefallen mir total gut und auch wenn die Anordnung etwas chaotisch wirkt - es ist schon irgendwie ein liebevolles Chaos.

Was meint ihr? :)

Liebe Grüße






Zitat #22 - Der Dieb in der Nacht

Obwohl ich nicht vorhatte, mich umzubringen, war ich sicher, dass ich sterben würde. Dass unser Leben weitergehen würde, schien mir nicht möglich, ich konnte nicht daran glauben: morgens aufzustehen, Kaffee zu machen, ihn zu trinken, mich mit anderen Menschen zu unterhalten, Fragen zu stellen und sie zu beantworten, an Dinge denken, Saft und Butter einzukaufen, Hausarbeiten zu benoten, die Spülmaschine auszuräumen. All diese Dinge, Butter, Hausarbeiten, Spülmaschine, sie waren keine tatsächlichen Dinge mehr, sondern abstrakte Konzepte, und ich hatte Schwierigkeiten, sie zu verstehen. Ich machte weiter, ich kaufte Butter, benotete Hausarbeiten, räumte die Spülmaschine aus, und die ganze Zeit wartete ich darauf, dass ich sterben würde.
("Der Dieb in der Nacht" von Katherine Hartwell, Seiten 268-269)

Zitat #21 - Pirate Cinema (2)

Sie schien zu merken, dass sie beinahe vor Wut schäumte, und zwang sich zur Ruhe. "Tut mir Leid. Ich weiß, dass ich mich nicht so hineinsteigern sollte, aber es ist einfach schlimm. Wir beschließen immer härtere Gesetze, anstatt das Problem zu lösen. Das ist eine Krankheit, die Regierungen häufiger befällt - wie die Gesetze gegen Marihuana, die man auch so lange verschärft hat, bis die Gefängnisse voll mit Leuten waren, die da nicht hingehörten. Zu dem Zeitpunkt hat man sich aber meistens schon so in den lächerlichen Gesetzesdschungel verstrickt, dass man nicht mehr rauskommt, ohne wie der letzte Idiot dazustehen. Schließlich war man ja selbst dafür verantwortlich."
("Pirate Cinema" von Cory Doctorow, (eBook-)Seite 248)

BR - Carl-Johan Vallgren - Schattenjunge




 Titel: Schattenjunge
 Reihe: -
 Autor: Carl-Johan Vallgren
 Genre: Thriller
 Verlag: Heyne Hardcore
 Seitenzahl: 399 Seiten
 Preis: 19,99€








"Bitte Papa, darf ich mit der Frau mitgehen?"
"Okay. Aber du bleibst an ihrer Hand, damit du nicht hinfällst. Du siehst ja wie voll es ist. Überall massenhaft Leute. Und dann setzt du dich da oben auf die Bank und wartest, bis ich da bin, in höchstens einer halben Minute."

Diese Nachgiebigkeit wird Jan Klingberg sein Leben lang bereuen, denn er sieht seinen Sohn Kristoffer nie wieder. Entführt von einer wildfremden Frau bleibt er spurlos verschwunden - für immer. Übrig bleibt Kristoffers kleiner Bruder Joel, der im Schatten des verschwundenen Bruders aufwächst und früh beide Eltern verliert. Als auch er über 40 Jahre später genauso spurlos verschwindet, übernimmt Danny Katz, ein ehemaliger Kamerad Joels vom Militär die Spurensuche. Was er bei seinem Herumstochern in den Klingberg'schen Familiengeheimnissen aufdeckt, könnte ihn dabei selbst Kopf und Kragen kosten.

Ein Thriller, der auf den ersten Blick nicht nach blutiger und actiongeladener Verfolgungsjagd Marke Hollywood klingt, sondern eine Spurensuche in der Vergangenheit verspricht. Denn es scheint ganz klar, dass es eine Verbindung zwischen Kristoffers Verschwinden und dem seines Bruders Joels in der Gegenwart geben muss.
Die Geschichte beginnt mit der Szene, in der Kristoffers Vater seinen Sohn das letzte Mal sieht. In der er ihn mit einer fremden Frau die Rolltreppe nehmen lässt, während er mit dem Kinderwagen den Aufzug benutzen muss. Gleich darauf ein Sprung, rund 40 Jahre in die Zukunft - Joel Klingbergs Frau steht plötzlich bei Danny Katz, einem Ex-Junkie und alten Militärkameraden von Joel, auf der Matte und bittet ihn nach ihrem Mann zu suchen, weil die Polizei es für ein freiwilliges Verschwinden hält. So weit, so gut. Das Setting gefiel mir, auch wenn Katz mit einer Art Drogentrip vorgestellt wurde, der dann doch keiner war? Ich setze hier bewusst ein Fragezeichen, weil ich den Charakter nie so ganz begriffen habe, das ganze Buch über nicht, obwohl er neben der Staatsanwältin Eva - natürlich eine besondere Person aus Katz' Vergangenheit - die Figur ist, von der man als Leser am meisten mitbekommt, weil man ihn in den Kapiteln begleitet.
Irgendwie ist es mir total schwer gefallen ab hier den richtigen Zugang zur Geschichte zu finden. Wie gesagt, das Ausgangssetting war echt vielversprechend, aber die Geschichte um Katz und Eva und Joel hat mich irgendwie kalt gelassen. Kein Mitfiebern, obwohl es doch noch wirklich actionreich, unheimlich und blutig wurde. Kein richtiges Einfühlen in die Charaktere. Irgendwas hat gefehlt und der merkwürdige Hakenschlag zum Voodoo (ja, Voodoo wie in Hexenmeister und so) hat mir dann den Rest gegeben. Der Schreibstil war ganz gut, zumindest ließ sich das Buch recht flüssig runter lesen, aber große Emotionen sind da einfach nicht wach geworden.

Ein Zeitvertreib, der für mich keinen besonderen Nervenkitzel bereit gehalten hat, aber auch nicht grundlegend schlecht war. Ich vergebe für "Schattenjunge" drei mittelprächtige Blümchen.


Aussehen: ♥♥♥♥
 Spannung: ♥♥♥
 Schlüssigkeit: ♥♥♥
 Emotionale Tiefe: ♥♥
 Schreibstil: ♥♥♥









Gemeinsam Lesen #56 - Der Dieb in der Nacht

 veranstaltet von: Schlunzenbücher

Wie kann man den zweiten Tag der Woche besser beginnen als mit einer neuen Runde Gemeinsam Lesen? :D


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?



"Der Dieb in der Nacht" von Katharina Hartwell
Seite 40



2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
Davon hätte er Blixen erzählen sollen, denkt er, er hätte ihm erzählen sollen, dass er aus einer Familie der Kämpfer kam, einer Familie, die sich im andauernden Kriegszustand mit sich selbst befand.


3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, Zitat, was immer du willst!)
Es ist schon viele Jahre her, seit Pauls bester Freund Felix mit 19 Jahren spurlos verschwunden ist. Niemand hat ihn seitdem je wiedergesehen, es gibt nicht einmal Hinweise darauf, was mit ihm passiert ist. Als er als Fotograf in Prag arbeitet, trifft Paul in einer Kellerbar auf einen Künstler namens Ira Blixen, der ihn so stark an Felix erinnert, dass es ihn wie ein Faustschlag in den Magen trifft. Dabei hat Blixen schwarzes Haar, während Felix blond war. Auch sonst sieht er ihm wenig ähnlich, aber wer kann das nach so vielen Jahren noch mit Gewissheit sagen? Kleine Gesten, seine Körperhaltung, vor allen Dingen aber das Muttermal, das mit Felix' identisch ist, lassen Paul nicht mehr los. Könnte er tatsächlich durch Zufall auf seinen verschwundenen Freund gestoßen sein? Und was ist damals mit Felix passiert?

Ich habe schon auf den ersten Seiten gemerkt, dass es sich um ein anspruchsvolleres Buch handelt. Mal eben so zwischendurch lesen ist nicht. Aber die Sprache gefällt mir bis jetzt, mit Ausnahme der Gegenwartsform, ziemlich gut, also werde ich versuchen dem Buch die Aufmerksamkeit zu schenken, die es braucht, trotz stressiger Arbeitstage und Nach-Prüfungs-Kater :) Ich bin gespannt wo es mich hinführt. Und ob Ira Blixen tatsächlich Felix ist - oder es sich nur um Pauls Wunschdenken handelt.


4. Man sympathisiert oder verschießt sich in Serien schnell in den Antagonisten, wie sieht es bei dir in Büchern aus? Bösewicht hui oder pfui?
Hui. Das muss ich ganz klar so sagen. Ich glaube es gab schon einmal eine ähnliche Frage und die war auch mir und nicht Meggie zugefallen. Und schon damals hab ich gesagt, dass ich mich definitiv an die Antagonisten/Bösewichte hängen kann, so lange sie nachvollziehbar sind. Heißt im Klartext, dass nicht bloß die Eigenschaft als Gegenspieler die Figuren für mich attraktiv macht, sondern viel mehr ihr Hintergrund und ihre Motivationen. Dabei muss es sich gar nicht immer um eine tragisch-dramatische Vergangenheit oder so handeln, aber Figuren, die einfach nur böse sind, weil sie böse sind finde ich sterbenslangweilig.

Und ihr? Mehr so die Good-Guy-Anhänger, die den Helden anhimmeln? Oder ist das durchaus auch mal durchwachsen? :)

Liebe Grüße




Cover Monday #48 - Mein Herz wird dich finden

Eine Aktion von The emotional Life of Books


In dieser Woche etwas, das am Bildschirm leider gar nicht so schön wirkt, wie es in Wahrheit ist: 



Eine Liebe, die tragisch endet. Eine neue Liebe, die tragisch beginnt. Ein Herz, das nicht aufhört zu lieben. Und am Ende der Tränen: das Glück. 400 Tage ist es her. Vor 400 Tagen ist Mias große Liebe bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Vor 400 Tagen hat Noah eine zweite Lebenschance bekommen. Als sie einander begegnen, spüren sie beide sofort, dass sie zusammen gehören. Doch nur Mia weiß, dass Noah ihr niemals begegnen wollte. Dass sie gegen seinen ausdrücklichen Willen gehandelt hat, als sie sich auf die Suche nach ihm gemacht hat. Dass Noah niemals wissen wollte, wer vor 400 Tagen ums Leben gekommen ist. Weil es irgendwie nicht richtig ist, dass er weiterleben darf – nur weil jemand anderes gestorben ist. Doch für Mia ist es, als wäre die Welt plötzlich wieder in Ordnung. Als wäre das Leben wieder bunt und schön. Und als hätte sie Noah nicht verschwiegen, dass sie einander nur begegnet sind, weil sie wissen wollte, wer der Mensch ist, der das Spenderherz ihres Freundes bekommen hat. Doch wie glücklich darf sie nach Jacobs Tod eigentlich sein? Und wann wird aus Schweigen … Verrat? Mia muss Noah erzählen, wer sie ist. Aber was bedroht ihre Liebe mehr? Eine Lüge – oder die Wahrheit?

Das Buch liegt hier noch neben mir, weil eine ganz liebe Kollegin es mir ans Herz gelegt hat und die Geschichte so absolut zu einigen Büchern passt, die ich großartig fand. Ich werde es auf jeden Fall noch lesen.
Das Cover wirkt in Echt noch viel schöner, weil der Aufdruck tatsächlich golden glänzt und sich nur beim Bewegen im Licht rötlicher färbt. Ich finde das eine super schöne Idee und es passt irgendwie auch zu der Liebesgeschichte, die sich dahinter verbirgt. Ich freu mich schon aufs Lesen. Wie gefällt es euch denn?

Liebe Grüße




HBR - Sebastian Fitzek - Noah




 Titel: Noah
 Reihe: -
 Autor: Sebastian Fitzek
 Sprecher: Simon Jäger
 Genre: Thriller
 Verlag: Lübbe Audio
 ISBN: 9783785747841
 Laufzeit: 435 Minuten
 Preis: 10,99€


Der Name "Noah" ist der einzige Anhaltspunkt, den er hat, als er ohne Erinnerung an seine Vergangenheit unter den Obdachlosen Berlins aufwacht. Jemand hat auf ihn geschossen, bevor Oskar ihn aufgelesen hat. Aber wer? Aber nicht nur Noah, wie er wegen der Tätowierung auf seiner Hand von allen genannt wird, versucht herauszufinden, wer er ist, woher er kommt und was passiert ist. Irgendjemand scheint es auf ihn abgesehen zu haben. Auf ihn und auf die Erinnerungen, die er vergessen hat - denn von ihnen hängt die ganze Welt ab.

Schon bevor ich in die Geschichte eingestiegen bin habe ich von vielen Seiten gehört, dass es sich bei "Noah" eher um einen untypischen Fitzek handelt. Aber was heißt denn "untypisch" in diesem Zusammenhang eigentlich? Gestorben wird hier schließlich auch. Aber die Thematik ist eine ganz andere als Fitzek sie sonst aufgreift. Es geht um die Überbevölkerung der Erde und was diese dem Planeten antut. Es geht um eine unvorstellbare biologische Waffe und radikale Umweltschützer, die sich zu Gott aufschwingen und glauben über Leben und Tod entscheiden zu können. Etwas, dessen Ausmaß man am Anfang der Geschichte, als Noah mit seinem Begleiter Oskar vor einem Obdachlosenheim steht und darauf wartet, ein Bett zugeteilt zu bekommen, überhaupt nicht überblicken kann geschweige denn kommen sieht. Aus der bloßen Identitätssuche wird plötzlich ein actionreicher Wettlauf gegen die Zeit, von dem nicht nur Noahs Leben abhängt. Fitzek greift wahre Begebenheiten aus dem Leben auf, wie zum Beispiel die Schweinegrippe, und gibt ihr einen ganz neuen Hintergrund, der mich als Zuhörer mehr als einmal hat denken lassen: Wenn ich nicht wüsste, dass das hier eine fiktive Geschichte ist, dann würde ich mir jetzt langsam echt Gedanken machen.
Fitzek verwebt mal wieder meisterlich einzelne Puzzlestücke zu einem ziemlich gruseligen, aber auch zum Nachdenken anregenden Ganzen. Und genauso meisterlich wird die Geschichte von Simon Jäger gelesen, dessen Stimme ich ohnehin unheimlich toll und angenehm finde. Ich hätte ihm gut nochmal acht Stunden oder länger zuhören können.

Untypisch für Fitzek? Ja.
Deshalb irgendwie schlechter als seine anderen Romane? Überhaupt nicht!
"Noah" bekommt für das grandiose Zusammenspiel aus großartiger Story und perfektem Sprecher verdiente fünf Blümchen von mir!


Aussehen: ♥♥♥♥
 Charaktere: ♥♥♥♥♥
 Spannung: ♥♥♥♥♥
 Schlüssigkeit: ♥♥♥♥♥
 Emotionale Tiefe: ♥♥♥♥
 Sprecher/in: ♥♥♥♥♥



BR - Jonathan Stroud - Lockwood & Co. Die seufzende Wendeltreppe




 Titel: Die seufzende Wendeltreppe
 Reihe: Lockwood & Co
 Autor: Jonathan Stroud
 Genre: Fantasy
 Verlag: cbj
 Seitenzahl: 416 Seiten
 Preis: 18,99 €








LONDON, ENGLAND: In den Straßen geht des Nachts das Grauen um. Unerklärliche Todesfälle ereignen sich, Menschen verschwinden und um die Ecken wabern Schatten, die sich nur zu oft in tödliche von Geisterwesen ausgesandte Plasmanebel verwandeln. Denn seit Jahrzehnten wird Großbritannien von einer wahren Epidemie an Geistererscheinungen heimgesucht. Überall im Land haben sich Agenturen gebildet, die in den heimgesuchten Häusern Austreibungen vornehmen. Hochgefährliche Unternehmungen bei denen sie, obwohl mit Bannkreisketten, Degen und Leuchtbomben ausgerüstet, nicht selten ihr Leben riskieren.
So auch die drei Agenten von LOCKWOOD & CO. Dem jungen Team um den charismatischen Anthony Lockwood ist allerdings bei einem Einsatz ein fatales Missgeschick passiert. Um die Klage abwenden und den Schadenersatz dafür aufbringen zu können, müssen die drei Agenten von LOCKWOOD & CO. einen hochgefährlichen und zutiefst dubiosen Auftrag annehmen. Dieser führt sie in eines der verrufensten Herrenhäuser des Landes und stellt sie auf eine Probe, bei der es um nichts weniger als Leben oder Tod geht …

Jonathan Stroud und ich, Anlauf Nummer 3. Dieses Mal hat es allerdings tatsächlich geklappt und ich habe das Buch durchgelesen und meinen Kampf gegen den Autor gewonnen. Schon vorher haben mich die Themen der Bücher des britischen Autors durchaus interessiert, aber irgendwie habe ich es nie über die ersten Seiten hinausgeschafft.
Auch dieses Mal war es nicht unbedingt leicht durchzuhalten, aber ich habe es am Ende doch geschafft.
Das Cover ist eher Schlicht gehalten, nicht zu bunt oder abgefahren, aber doch passend. Es verströmt schon etwas mystisches und geheimnisvolles und hat mich auf jeden Fall angesprochen.
Die Geschichte von Lucy ist eigentlich eine super spannende Idee, die auch sehr schlüssig erzählt wird und durchaus einem roten Faden folgt, doch trotzdem hat sie einige Stolpersteine, die es mir schwer gemacht haben. Die Idee von einer Geisterplage hat mich total fasziniert und aus diesem Grund wollte ich das Buch auch unbedingt lesen. Die Charaktere haben mir gleich sehr gut gefallen. Lucy, das starke Mädchen in der Gruppe von Jungen, das trotzdem irgendwie kein typisches Mädchen ist und auch längst nicht so selbstsicher, wie sie vielleicht immer tut. Lockwood, der ein Wenig anmutet wie ein junger Sherlock Holmes und den ich mir in seinem Mantel auch immer in diese Richtung vorgestellt habe. Und schließlich noch George, der eher der Typ für Recherchen ist und nur selten wirklich mit Geistern in Kontakt kommt. Er ist sozusagen der Forscher und Wissenschaftler der Gruppe, der es niemals müde wird Lucy aufzuziehen. Die Kombination der Drei ist wirklich einmalig und sehr unterhaltsam.
Die Art und Weise, wie die Geschichte erzählt wird, ist auch durchaus gelungen. Der Leser wird mitten in die Geschichte geworfen und folgt Lockwood und Lucy bei ihrem Einsatz in einem Haus, das von einem Geistermädchen heimgesucht wird. Leider geht dabei so einiges schief, was die Protagonisten gleich noch sympathischer macht. Darauf folgt die Erzählung, wie Lucy überhaupt in diese Situation gekommen ist. Leider bin ich ansonsten kein Freund des Schreibstils. Ich kann das nicht einmal an einer bestimmten Art und Weise festmachen. Es fesselt mich einfach nicht und das ist gerade dann schwer, wenn ich ein E-Book lese. Da sind so viele andere Bücher, die ich dann lesen könnte und schnell verschwindet das angefangene Buch dann wieder in der Versenkung. Doch da ich die Idee mit den Geistern so gut fand, habe ich das Buch doch weiter gelesen. Die Geschichte war tatsächlich sehr gut, nur die Art und Weise wie es geschrieben war, hat mich einfach nicht dazu animiert es in einem Rutsch durchzulesen. Vielleicht liegt es an der Ich-Perspektive oder einfach daran, dass es kaum offene Enden bei den einzelnen Kapiteln gab. Die Geschichte hat sich insgesamt einfach etwas langsamer entwickelt, was meiner Leselust leider einen kleinen Dämpfer verpasst hat. Auch Emotionen fehlten mir an einigen Stellen einfach etwas, so dass man sich sicher noch viel mehr in die Situationen hätte hineinversetzen können, wenn einfach noch ein wenig mehr Gefühlsregungen erzeugt worden wären.

Trotzdem ist die Geschichte um Lockwood und seine Agentur für Geisterbekämpfung eine spannende Idee, die durchaus lesenswert ist, gerade auch für Jungen, die Geistergeschichten mögen, die weiteren Teile werden bei mir allerdings warten müssen, auch wenn ich gern wüsste, was es mit dem Geisterglas auf sich hat.

Aussehen: ♥♥♥♥
 Spannung: ♥♥♥♥
 Schlüssigkeit: ♥♥♥♥
 Emotionale Tiefe: ♥♥♥
 Schreibstil: ♥♥♥











Gemeinsam Lesen #56 - Fremd

 veranstaltet von: Schlunzenbücher



1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?



"Fremd" von Ursula Poznanski und Arno Strobel
Seite 190



2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
Je näher mich der gutgelaunte Taxifahrer mich meinem Ziel bringt, desto nervöser werde ich.


3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, Zitat, was immer du willst!)
Die Idee finde ich super gut und mir gefällt bisher auch die Tatsache, dass ich überhaupt keine Ahnung habe, wie sich das am Ende aufklären soll und wer da mit Jo und Erik einen abartigen Scherz treibt, aber ab und an wünschte ich mir schon etwas mehr Tiefe in den beiden Protagonisten. Da geht auf jeden Fall noch was, auch wenn die Geschichte um die Frau, die ihr Gedächtnis verloren hat und sich plötzlich selbst verletzen will schon sehr spannend ist.

4. Kommst / Kamst du über die Karnevalstage viel zum Lesen, oder hast du lieber eine Runde gefeiert? :)

Leider nicht so viel wie vielleicht gewünscht. Das hatte aber wenig mit Karneval zu tun. Ich habe einfach ganz normal am Samstag gearbeitet und auch der Rosenmontag ist bei uns kein freier oder halbfreier Tag. Entsprechend hatte ich über das Wochenende ja kaum mehr Zeit als an jedem anderen Wochenende auch. Außerdem ist irgendwie im Moment kein Buch das richtige. Ich könnte alles in meinem Regal lesen, aber egal was ich auch anfange es scheint irgendwie falsch. Mal sehen ob sich das jetzt langsam wieder legen wird.

Und habt ihr denn bunt und laut gefeiert oder doch eher besinnlich zuhause in einem Buch geschmöckert?

Liebe Grüße





Geburtstagsgewinnspiel - Die Gewinner stehen fest!


Ihr Lieben, es ist so weit! Vor zwei Wochen haben wir zu unserem 4. Bloggeburtstag ein Gewinnspiel gestartet und euch um eure Buchempfehlungen gebeten.
Es sind viele sehr unterschiedliche, aber durchweg interessante Empfehlungen zusammen gekommen - vielen Dank dafür! Und natürlich auch vielen Dank für eure zahlreichen Glückwünsche und eure Teilnahme :)

Aber genug von dem Geblubber, ihr wollt natürlich wissen wer gewonnen hat und wir spannen euch auch gar nicht länger auf die Folter. Die Gewinner stehen fest und hier sind sie:

1. Platz (Wunschbuch):
Wayland

2. Platz (Überraschungspaket):
Vanessa A.

Herzlichen Glückwunsch ihr beiden :)
Da ihr vorbildlichst eure E-Mail Adressen da gelassen habt, kontaktieren wir euch in den nächsten Tagen.

Bis dahin nochmal vielen Dank an alle Teilnehmer und Leser, ihr seid klasse <3

Liebe Grüße

Meggie & Ivy

Cover Monday #47 - Der Pfau

Eine Aktion von The emotional Life of Books


Diese Woche wird es ein bisschen schlichter bei mir. Es ist ein nicht so überladenes Cover, das aber trotzdem meine Aufmerksamkeit gefesselt hat: 



'Einer der Pfauen war verrückt geworden.' Dummerweise geschieht das gerade, als Chefbankerin Liz und ihre vierköpfige Abteilung sich mitsamt einer Psychologin und einer Köchin zum Teambuilding in die ländliche Abgeschiedenheit der schottischen Highlands zurückgezogen haben. Der verrückt gewordene Pfau, das rustikale Ambiente und ein spontaner Wintereinbruch sorgen dafür, dass das Wochenende ganz anders verläuft als geplant. So viel Natur sind die Banker nicht gewohnt.

So richtig packend wirkt der Klappentext jetzt auf mich persönlich gar nicht, obwohl der angepriesene britische Humor mich schon reizen würde. Vielleicht hab ich ja mal in der Bücherei oder so die Gelegenheit rein zu lesen. Bis dahin bewundere ich einfach das hübsch gestaltete Cover. 

Liebe Grüße



BR - James Dawson - Sag nie ihren Namen




 Titel: Sag nie ihren Namen
 Reihe: -
 Autor: James Dawson
 Genre: Horror
 Verlag: Carlsen
 ISBN: 9783551314192
 Seitenzahl: 328 Seiten
 Preis: 12,99€








"Ich weiß. Es klingt total verrückt. Aber du kennst doch diese Stelle in den Filmen, wo du einfach nur willst, dass die Helden endlich diese unmögliche Sache als möglich akzeptieren? Na ja... das eben."

Es ist Halloween und Caine, Naya und Bobbie denken sich nicht viel dabei, als sie einer Mutprobe zustimmen: bei Kerzenlicht stellen sie sich mitten in der Nacht vor einen Spiegel und sagen fünf Mal ihren Namen: Bloody Mary. Angeblich lockt dies Marys Geist, der zwischen den Welten festhängt, zurück ins Diesseits. Alles alberner Blödsinn, natürlich. Oder?
Zuerst verschwindet eine Mitschülerin, die das Ritual schon ein paar Tage vor ihnen durchgeführt hat. Dann passieren auch Bobbie, Caine und Naya immer merkwürdigere Dinge. Bloody Mary gibt es wirklich - und sie haben nur fünf Tage Zeit, sie aufzuhalten, bevor auch sie ihr zum Opfer fallen.

Jeder kennt sie, die Geschichte von Bloody Mary. Vielleicht haben einige von uns schon mal dieselbe Mutprobe gemacht wie Caine, Naya und Bobbie. Nur ist bei uns (hoffentlich) nichts weiter passiert. Doch was wäre, wenn es doch so gewesen wäre?
Es fängt eigentlich ganz harmlos an. Am Tag nach der Mutprobe haben Naya, Caine und Bobbie plötzlich synchron Nasenbluten. Was sie anfangs für einen merkwürdigen Zufall halten, steigert sich zu immer absonderlicheren Ereignissen. Bobbie sieht ein unbekanntes Mädchen, immer wieder, überall. Sie hat merkwürdige Träume, in denen sie in Marys Körper zu schlüpfen scheint und nach und nach deren Vergangenheit ergründet und erlebt. Alle drei wissen, was ihnen bevor steht, doch obwohl sie sich am liebsten verzweifelt hinsetzen und die Waffen strecken würden - was kann man einem Geist schon entgegen setzen? -, setzen sie doch alles daran, ihr Schicksal abzuwenden und Bloody Mary irgendwie aufzuhalten.
Der Schreibstil war leicht und flüssig, die ganze Geschichte ließ sich richtig schön runter lesen. Die Charaktere waren liebevoll gestaltet und auch die kleine, sich anbahnende Liebesgeschichte war hier eher die Story ergänzend, nicht sie untergrabend angesiedelt, was mir sehr gut gefallen hat. James Dawson wusste nicht nur den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten, sondern auch die ein oder andere falsche Fährte zu legen. So war ich mir fast sicher die Geschichte zu Marys und Bobbies besonderer Verbindung erraten zu haben, nur um damit am Ende komplett falsch zu liegen. Wenn ein Buch mich so an der Nase herumführen und gerade zum Ende hin nochmal richtig überraschen kann, bleibt mir das immer besonders positiv im Gedächtnis. Apropos Ende, ich muss sagen das hat mir eigentlich noch besser gefallen als das ganze Buch zusammen genommen. Man glaubt auf den letzten Seiten endlich zu wissen, wie die Dinge liegen, alles hat seinen richtigen Abschluss gefunden und dann wirft der Autor einem nochmal ein kleines Stück Information zu, das schon ein bisschen Gänsehaut macht - besonders weil es wirklich in den letzten Sätzen daher kommt.

Nicht besonders anspruchsvoll, aber dafür richtig spannend und mit überraschenden Wendungen hat James Dawson die uralte Legende von Bloody Mary nochmal aufbereitet. Obwohl man glaubt alles darüber zu wissen, ist ihm doch nochmal eine packende "Neuauflage" gelungen, für die es von mir vier Blümchen gibt!


Aussehen: ♥♥♥♥
 Spannung: ♥♥♥♥
 Schlüssigkeit: ♥♥♥♥
 Emotionale Tiefe: ♥♥♥
 Schreibstil: ♥♥♥♥









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